2007-02-17

Die Politik ist zurück in der Agora, jetzt bräuchten wir einen Serge Daney oder Roland Barthes

Von roger @ 00:13 [ Blogging ]
NZZvotum ist gestartet und löst, wenn man sich Technorati ansieht, zahlreiche, unterschiedliche Reaktionen aus. Ein erstes Fazit: die (Zürcher) Politik wird wie schon seit langem nicht mehr gebündelt an einem Ort sichtbar. Interessant dabei ist, dass gerade das Nischenmedium Blog der Träger ist.

Was es jetzt bräuchte ist ein Politspiegel oder mehr noch einen Serge Daney oder Roland Barthes, der die Zeichen deutet, der Tag für Tag analysiert. Noch einfacher, was es jetzt bräuchte, wäre bester Journalismus, bestes Blogging fernab von dem, was ich jeden Tag in der Medienwelt (Blogs zähle ich da auch dazu) zu 95% geliefert bekomme.

Wenn ich die NZZ wäre, würde ich jetzt den besten Journalisten, die beste Journalistin aufbieten, der, die täglich Zeichen sammelt und über diese in einer kleinen, aber feinen, essayistischen Kolumne im Netz wie auch in der Zeitung berichtet. Was geht da ab? Was verändert sich? Was fällt auf?

Aufgefallen/Fragen/Zeichen:
Die Fettschrift der SVP-Beiträge zu Beginn - was sagt das aus? verändert sich da was?
Peider Filli und sein Verhältnis zu Marx? Der Versuch der Grünen, die Diskussion auf eine Metaebene zu führen. Die Parteien SP und FDP, die sich über die Medien zu legitimieren versuchen. Wieviel Ausdauer haben die Schreiber bzw. wann sind die Pressemitteilungen ausgeschrieben? Wer kommentiert?


Auch aufgefallen: Markus Notter scheint von Stefan «Rebell» Seydel inspiriert worden zu sein.


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